Was wir spüren, verdient Wissenschaft.
Empfindungen und Selbstwahrnehmung sollen einen festen Platz in der Forschung bekommen, statt als bloß subjektiv beiseitegelegt zu werden.
Traditionelle Heilsysteme wissen viel über den Körper. Ich übersetze dieses Wissen in Fragen, die sich wissenschaftlich untersuchen lassen, und bringe die Antworten zurück in Therapie und Lehre.

Empfindungen und Selbstwahrnehmung sollen einen festen Platz in der Forschung bekommen, statt als bloß subjektiv beiseitegelegt zu werden.
Hinter vielen traditionellen Konzepten stehen Vorgänge, die sich untersuchen lassen, wenn man sie in die Sprache heutiger Forschung übersetzt.
Neues entsteht dort, wo Disziplinen sich begegnen und Forschung nah an der therapeutischen Praxis bleibt.
„Manchmal ist es wichtiger, ein Phänomen genau zu beschreiben, als es schnell zu erklären.“
Leitgedanke meiner Forschung
Und zurück in die Praxis: Forschung und Therapie sollen sich gegenseitig voranbringen, statt nebeneinander herzulaufen.
Außerplanmäßiger Professor am Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie. Bei der funktionellen Bildgebung von Hirnstamm und Hypothalamus habe ich Pionierarbeit geleistet: Diese Regionen steuern das vegetative Nervensystem, galten mit fMRT aber lange als kaum messbar. Ein zweiter Schwerpunkt sind die Wirkmechanismen somatosensorischer Therapien.
MHH-ProfilDas Institut erforscht, wie integrative Therapien wirken, etwa Akupunktur, Osteopathie oder Mind-Body-Verfahren. Im Mittelpunkt steht die Frage, was dabei im Körper und im Nervensystem geschieht. Dieses Feld wird öffentlich kaum gefördert und ist bis heute wenig verstanden.
Gearbeitet wird phänomenologisch, nah an der therapeutischen Praxis und ohne Fächergrenzen: Ein dezentrales Netz aus Partnerinnen und Partnern aus Medizin, Psychologie, Sinologie und Datenwissenschaft arbeitet mit kurzen Wegen und flachen Hierarchien zusammen. Finanziert wird das Institut über eigene Projekte, Stiftungen und private Förderer.
Ich habe das Institut 2020 gegründet und leite es wissenschaftlich.
insula-institut.orgEine Methode zur Arbeit mit menschlichem Erleben, in Therapie, Beratung und darüber hinaus. Sie bezieht alle Ebenen des Erlebens gleichwertig ein, denn was uns beschäftigt, betrifft selten nur eine davon. Oft liegt die Lösung auf einer anderen Ebene als das Problem.
Seit 2020 entwickle ich sinosomatics gemeinsam mit Dr. Annemarie Schweizer-Arau weiter, arbeite selbst therapeutisch damit und bilde an der Akademie für sinosomatics aus.
sinosomatics.deIm EmoGrasp-Experiment legen Menschen emotionale Erinnerungen in ihre Hände. Wir untersuchen, wie sich dabei die Wahrnehmung der Arme und das körperliche Selbstbild verändern.
Mit EmoGrasp4Pain haben wir die Technik bei chronischem Schmerz erprobt. Weitere klinische Studien zu Embodiment-Techniken folgen.
Beschreiben traditionelle Konzepte wie Leitbahnen und Qi eigentlich leiblich spürbare Vorgänge? Und wie lässt sich das erforschen? Im Helix-Experiment haben wir dazu frühe Leitbahn-Beschreibungen aus der Han-Zeit digital sichtbar gemacht.
EmoGrasp haben wir bereits im fMRT untersucht. Künftig wollen wir weitere Embodiment-Techniken so erforschen und sichtbar machen, was dabei im Nervensystem geschieht.
Meine Fragen entstehen oft im Praxisraum: Was spürt ein Mensch, wenn Berührung, Atmung oder Aufmerksamkeit etwas in ihm verändern? Im Labor prüfe ich, was davon sich im Nervensystem abbildet, und bringe die Ergebnisse zurück in Therapie und Lehre.


Die größten gegenseitigen Missverständnisse zwischen Forschung und Traditioneller Chinesischer Medizin und wie man sie vermeidet. Ein Brückenschlag für beide Seiten.
Historische Quellen, gespürte Empfindungen und phänomenologische Zugänge: ob traditionelle Konzepte leiblich spürbare Vorgänge beschreiben. Mit Ergebnissen aus dem HELIX-Experiment zu Leitbahnen der Han-Zeit.
Was Akupunktur und andere Formen therapeutischer Stimulation im zentralen Nervensystem bewirken. Der aktuelle Forschungsstand aus der funktionellen Bildgebung.
„In die Hände legen“ als Weg zur Regulation emotionaler Erinnerungen: klinische und experimentelle Befunde aus dem EmoGrasp-Projekt, auch im fMRT.
Von angenehm bis ziehend: digitale Landkarten leiblicher Empfindungen in Klinik und Forschung, und was sie über Mind-Body-Therapien verraten.
Eine Einführung in die Neue Phänomenologie nach Hermann Schmitz und was sie für das therapeutische Gegenüber, Atmosphären und leibliches Erleben bedeutet.
Integrative Behandlung bei Endometriose, unerfülltem Kinderwunsch oder Tinnitus: aktuelle Studien und Wirkmechanismen zwischen TCM und Neurowissenschaft.
Vorträge auf Deutsch und Englisch, als Keynote, Fachvortrag oder Workshop. Themen passe ich gern an Ihr Publikum an.

Vollständige Liste bei Google Scholar und ORCID.
Am schnellsten erreichen Sie mich per E-Mail. Für Fragen zur Ausbildung wenden Sie sich bitte direkt an die Akademie für sinosomatics.